Füße in Gefahr:
das Diabetische Fußsyndrom

Diabetes und Fußpflege

Diabetes mellitus ist eine der großen Volkskrankheiten in Deutschland. Laut dem Gesundheitsbericht Diabetes 2018 sind derzeit mehr als 6 Millionen Menschen von der Erkrankung, die zur Überzuckerung des Blutes führt und den gesamten Stoffwechsel stört, betroffen. Pro Jahr werden hierzulande als Folge der Krankheit etwa 40.000 Beine, Füße oder Zehen amputiert. Ursache ist häufig das sogenannte diabetische Fußsyndrom – eine Gefahr, die von Diabetespatienten oft unterschätzt wird..

Bei Diabetes unterscheidet man zwischen zwei großen Krankheitsbildern: Etwa 95 Prozent der Diabetespatienten leiden an Diabetes mellitus Typ 2. Ihre Beschwerden umfassen unter anderem Schädigungen an den großen Blutgefäßen (Makroangiopathie). Somit steigt bei ihnen das Risiko für koronare Herzkrankheit, Schlaganfall und die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK). Patienten mit einem Diabetes Typ 1 sind vor allem von Schädigungen an den kleinen Blutgefäßen betroffen, welche sich auf die Funktion der Augen, Nieren und Nerven auswirken können (Mikroangiopathie).

Das diabetische Fußsyndrom

Eine bedeutende Komplikation sowohl bei Diabetes Typ 1 als auch bei Diabetes Typ 2 ist das diabetische Fußsyndrom. Hauptursachen dieses komplexen Krankheitsbildes sind die diabetische Polyneuropathie, eine Nervenstörung, sowie die Angiopathie, welche die Durchblutung beeinträchtigt. Beide Störungen können zu einer chronischen Fußwunde oder zu einem Wundbrand (Gangrän) führen, welcher das Gewebe absterben lässt. Im schlimmsten Fall hilft nur eine Amputation.

Warum die Füße gefährdet sind

Bei der diabetischen Neuropathie kommt es zu einem Funktionsverlust sensibler Nerven, der sich unterschiedlich äußern kann. Eine periphere Neuropathie lässt etwa das Schmerz- und Temperaturempfinden der Patienten abstumpfen. Kleine Verletzungen am Fuß werden nicht bemerkt und entwickeln sich zu sehr tiefen Wunden, die sich entzünden. Befällt die Neuropathie auch die sogenannten autonomen Nervenfasern, werden die Durchblutung von Haut und Muskeln, die Schweißabsonderung sowie die Versorgung des Gewebes beeinträchtigt. Die Haut wird in der Folge trocken, rissig und ebenfalls anfällig für Verletzungen und (Pilz-)Infektionen.

Fußpflege und Diabetes

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Auswirkung auf den Gang

Diabetiker, welche im Zuge der Neuropathie Empfindungsstörungen an ihren Gelenken aufweisen, neigen zu einem unsicheren Gang und beanspruchen ihre Muskeln in geringerem Maße. Hier kann es zu einer Verkettung aus Fehlbelastungen, Muskelverkürzungen und anschließenden Fußdeformationen kommen. Die veränderte Druckverteilung an der Fußsohle zieht übermäßige, harte Hornhautbildung nach sich. Die entstandenen Schwielen begünstigen weitere Druckbelastungen. So können Blutergüsse unter der Hornhaut entstehen, welche ebenfalls zu Geschwüren werden, die im schlimmsten Fall eine Amputation erfordern. Allgemein sind Diabetespatienten häufig von Hornhautbildung sowie Hauttrockenheit betroffen, welche bei ihnen gravierende Folgen haben können.

Weitere Risikofaktoren

Auch falsches, drückendes Schuhwerk begünstigt Hornhautbildung. Bei Fußwunden wird der Heilungsverlauf erschwert, wenn zusätzlich die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) beim Patienten vorliegt. Etwa 50 Prozent der Diabetiker mit diabetischem Fußsyndrom leiden an dieser Erkrankung, die zu einer mangelnden Durchblutung des Fußes führt.

Gut zu wissen

Laut dem GEHWOL Diabetes-Report 2018 ist 38 Prozent der Patienten überhaupt nicht bewusst, dass sie auf ihre Füße achten müssen. Kaum mehr als ein Drittel (38 Prozent) hat die Fußpflege auf dem Schirm – sei es in Eigenregie zu Hause oder bei der professionellen Fußpflege.

Fußpflege und Diabetes

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Nicht zögern: Bei Auffälligkeiten zum Arzt!

Diabetiker sollten ihre Füße jeden Abend auf Wunden, Hornhautbildung, Fuß- und Nagelpilz sowie Rötungen kontrollieren und bei auffälligen Veränderungen schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen. Außerdem empfehlen sich der regelmäßige Gang zum Podologen sowie die Teilnahme an einer Diabetes- Schulung. Der Arzt oder eine Selbsthilfegruppe vor Ort können Auskunft darüber geben, wo diese stattfinden. Zu guter Letzt ist ein gut eingestellter Blutzucker für Diabetiker essenziell, um Folgeerkrankungen möglichst vorzubeugen.

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Täglich ureahaltige Fußcreme verwenden

Durch Nervenschädigungen sowie Durchblutungsmangel kann die Fußhaut von Diabetikern besonders trocken sein. GEHWOL med Lipidro Creme gegen Hauttrockenheit und Hornhaut ist eine geeignete Basispflege für Betroffene. Mit Urea (10 %), Algenextrakt und Lipiden verbessert sie die Feuchthaltekapazitäten und Barriereeigenschaften der Haut. Die Hautfeuchte nimmt zu und der transepidermale Wasserverlust nimmt ab. Diabetiker können die Creme auch zwischen den Zehen anwenden, da mit ihr keine Erhöhung der Keimbesiedlung droht. Im Rahmen einer aktuellen Studie zu GEHWOL med Lipidro Creme wurden diese Eigenschaften bestätigt. Die Studie hat zudem gezeigt, dass eine Pflege mit der Creme die Hautdurchblutung bei Diabetikern signifikant um 16 Prozent erhöht. Die oft schlecht durchblutete Fußhaut der Betroffenen kann also von diesem Umstand profitieren.

Fußpflege und Diabetes

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Weitere Informationen zu Diabetes und Hautpflege

GEHWOL Diabetes-Ratgeber

Auf 16 Seiten informiert der Ratgeber über die Risiken des diabetischen Fußes, wie er entsteht, welche kosmetischen Probleme mit ihm verbunden sind und wie sich Symptome wie Hauttrockenheit und Hornhaut vermeiden lassen. Tipps für die Fußpflege zu Hause, die Auswahl der Pflegemittel sowie Hinweise zur Schuhversorgung stehen im Mittelpunkt. Anhand einer Checkliste können Diabetiker ihr Fußbild überprüfen.

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Infografik Diabetes und Fußpflege

(Fotos: fotolia | Edler von Rabenstein, Andrey Popov, H. Brauer, Photographee.eu, thingamajiggs )